Egal was passiert, vergiss nie...

... es ist dein Weg

Wir sprechen gern über Erfolge, über neue Jobs, neue Wohnungen, neue Beziehungen und neue Ziele. Wir feiern Menschen, die etwas erreicht haben und jetzt so wirken, als wäre ihr Weg stets geplant gewesen. 

Was oft fehlt, ist die Geschichte davor: der Umweg, die Fehlversuche, die geplatzten Hoffnungen und die leisen Morgen, an denen die Kraft kaum reicht. 

Solche Tage kenne auch ich. Ich hatte Pläne, die anders liefen, Träume, die zersprangen und Entscheidungen, bei denen ich im nachhinein dachte: Na herzlichen Glückwunsch, Diana. Das war ja mal eine hervorragende Idee.

Ich bin gefallen, öfter als einmal. Und nein, ich bin danach nicht jedes Mal stärker und strahlender wieder aufgestanden. Wer erzählt einem bitte so einen Mist? 

Manchmal war ich einfach müde, manchmal wütend, manchmal traurig und manchmal überfordert bis zum Punkt, an dem ich alles aufgeben wollte. In solchen Momenten fragte ich mich, warum zum Teufel es bei allen anderen zu klappen scheint, während ich kämpfe. 

Doch meist sehen wir nur die fertige Fassade anderer und vergleichen es dann mit unserem unfertigen Bau. Kein fairer Vergleich. 

Also hörte ich auf, mich dafür zu tadeln, dass mein Weg nicht gradlinig verläuft. Ein Umweg kann Bedeutung tragen, ein geplatzter Traum eine neue Richtung eröffnen und eine falsche Entscheidung eine wertvolle Erfahrung sein. 

Diese Lektionen tun nicht immer gut, doch sie stärken unser Können. Rückschläge werden nicht automatisch schön, Schmerzen bleiben, Verluste sind real und nicht jede Geschichte endet mit einer weisen Erkenntnis. Wie sagt man so schön? Das Leben ist halt kein Ponyhof... jaja ist klar.

Man muss nicht aus allen Scherben sofort Kunst machen, manchmal reicht aufräumen und Atem holen. 

Irgendwann siehst du dann, dass du vielleicht nicht dort bist, wo du sein wolltest, aber auch nicht mehr dort, wo du einst warst. 

Und das ist Fortschritt. 

Aufstehen bedeutet nämlich nicht, dass die Angst plötzlich weggeblasen ist, dass du einen perfekten Plan hast oder morgens voller Motivation aus dem Bett springst, während im Hintergrund irgendein dämlicher Hollywood Soundtrack läuft.

Vielleicht heißt Aufstehen einfach: Heute gebe ich mir eine Chance, es noch einmal zu versuchen. Vielleicht nicht unbedingt besser oder mutiger, vielleicht einfach nur noch einmal. 

Und manchmal ist genau das der Unterschied zwischen Aufgeben und Weitermachen. 

Wir stolpern, wir irren uns, wir lernen. 

Wir glauben manchmal, wir seien allein mit unserer Unordnung. Doch das sind wir nicht. 

Die anderen zeigen nur meist ihren Mist nicht auf Social Media, nur die perfekten, glänzenden Seiten werden dort gezeigt. 

Wenn du zwischen „Ich weiß nicht weiter“ und „Es wird schon klappen“ hängst: Du musst heute nicht alles lösen. Vielleicht genügt ein nächster Schritt. Und wenn du dabei stolperst: Fluch ruhig, wein wenn du musst, nimm dir einen Moment, setz dich hin, atme. 

Aber vergiss nicht

Du bist nicht gescheitert, nur weil dein Weg anders aussieht. Vielleicht bist du einfach noch unterwegs. 

Du musst nicht perfekt sein, nur dran bleiben. 

Du trägst die Fähigkeit, aufzustehen, zu wachsen und neu zu beginnen. 

Du bist nicht allein. 

Vertrau auf deine Stärke, halte an deinen Werten fest und feiere jede kleine Bewegung nach vorne. 

Jeder Schritt, jede Stunde, jeder Atemzug zählt. 

Suche Unterstützung, lass dich inspirieren und inspiriere andere. 

Du darfst hoffen, du darfst planen, du darfst wieder anfangen.

 Heute ist ein guter Tag, um etwas Gutes für dich zu tun. 

Fang an, klein zu beginnen, glaub an dich und schenke dir Geduld. 

Und erinnere dich: Du wächst mit jedem Versuch. 

#DuBistNichtAllein

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